Versicherungslexikon

Sie sprechen kein Versicherungschinesisch? Die Begrifflichkeiten sind Ihnen vollkommen fremd?
Kein Problem. In unserem Berufsunfähigkeits- und Versicherungslexikon erhalten Sie die notwendigen Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen, denn nur dann können Sie auch die Ausführungen richtig nachvollziehen und zur Entscheidung für einen passenden BU-Schutz verwenden.

Berufsunfähigkeitsversicherung – Kleingedrucktes wichtig

Gerade die verschiedenen Versicherungsbedingungen geben den Ausschlag über die Qualität einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sollten also genau studiert und verstanden werden. Wenn da von Prognosezeiträumen, Verweisbarkeiten und Anzeigepflichtverletzungen die Rede ist, handelt es sich um ausschlaggebende Kriterien für Ihren Versicherungsschutz. Das Verständnis für den wichtigen Inhalt von Begriffen und Klauseln ist also die Grundlage dafür, dass Sie auch das für Sie richtige Angebot aussuchen können.

Lexikon von A bis Z

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Abstrakte Verweisung - Abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherte, der seinen alten Beruf nicht mehr ausüben kann, auf einen anderen Beruf verwiesen wird. Das heißt, dass der Versicherungsnehmer keinen Anspruch auf eine Leistung hat, da er noch dazu fähig ist, in einem anderen Beruf zu arbeiten. Hier ist es unerheblich, ob der Versicherte in einer anderen Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen kann. Liegt das Einkommen der neuen Tätigkeit 20 Prozent unter dem der alten Tätigkeit, kann der Versicherte diese Arbeit jedoch ablehnen. Wenn man eine Versicherung zur Berufsunfähigkeit abschließt, sollte man also darauf achten, dass die Klausel der abstrakten Verweisung nicht im Vertrag enthalten ist.
Anzeigepflichtverletzung - Eine Anzeigepflichtverletzung bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung liegt dann vor, wenn der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss mit Absicht falsche Aussagen gemacht hat. Auch liegt eine Anzeigepflichtverletzung dann vor, wenn der Kunde hier bestimmte Daten und Fakten ganz verschwiegen hat. Falsche Aussagen und gar Verschwiegene Aussagen können den Grund haben, dass der Versicherungsnehmer hier etwas verschleiern oder verharmlosen will, um ohne Probleme den Versicherungsschutz zu erhalten. Hier geht es oft um sogenannte gefahrerhebliche Umstände. Dies können z.B. Krankheiten, Drogenabhängigkeiten, Krankenhausaufenthalte oder mehrmalige Arztbesuche sein. Ein Versicherungsnehmer begeht bei Abschluss einer BU eine Anzeigepflichtverletzung, wenn er gegenüber dem Versicherungsunternehmen falsche Angaben macht oder gar verschweigt, die ein erhöhtes Risiko für den Versicherungsgeber darstellen würde und eine eventuelle Ablehnung der Versicherung bzw. eine Erhöhung der Beiträge mit sich bringen würden.
Berufsunfähigkeit - Berufsunfähigkeit bezeichnet die andauernde Unfähigkeit, aufgrund von Krankheit, Unfall oder Invalidität seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachzukommen. Man unterscheidet zwischen teilweiser und voller Berufsunfähigkeit. Teilweise berufsunfähig bedeutet, dass man über eine Beeinträchtigung verfügt, die dazu führt, den Beruf nur noch zum Teil ausüben zu können. Hierbei gilt zu beachten, dass die Berufsunfähigkeit auch schon in dem Moment eintritt, wenn man rein theoretisch auch in der Lage wäre, einer anderen Beschäftigung nachgehen zu können, die jedoch sozial gesehen niedriger angesiedelt ist und auch nicht so gut vergütet wird. Um diesen zumindest finanziellen Auswirkungen entgegen zu treten, bietet sich die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung an. Hierfür ist ein ärztliches Attest notwendig und mit einer teilweisen Beeinträchtigung von mindestens 50 % in Relation zum zuletzt ausgeübten Beruf werden schon monatliche Renten ausgezahlt. Bis zum 01. Januar 2001 gab es eine staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung, die aber in Folge der Agenda 2010 abgeschafft worden ist. Personen, die vor dem 02. Januar 1961 geboren worden sind, können auch heute noch von dieser Versicherung Gebrauch machen, wenn sie die hierfür notwendigen Voraussetzungen vor dem Stichtag vorlagen.
Berufsunfähigkeitsrente - Die Berufsunfähigkeitsrente war bis zum 31.12.2000 Teil der gesetzlichen Rentenversicherung und wurde im Anschluss abgeschafft.
Erwerbsunfähigkeit - Unter Erwerbsunfähigkeit versteht man, dass eine Person aufgrund von Unfall, Krankheit oder Invalidität nicht mehr in der Lage ist, irgendeiner Tätigkeit nachzugehen, um daraus ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Hierbei wird nicht nur der zuletzt ausgeübte Beruf berücksichtigt, sondern generell jede Tätigkeit. Es wird in zwei Kategorien, nämlich der teilweisen und der vollen Erwerbsunfähigkeit unterschieden. Bei einer teilweisen Erwerbsunfähigkeit ist man in der Lage, noch mindestens drei Stunden je Tag einer Tätigkeit nachzugehen. Die volle Erwerbsunfähigkeit stellt sich in dem Moment ein, in dem diese drei Stunden täglicher Tätigkeit nicht mehr geleistet werden können. Die Erwerbsunfähigkeit muss genau so wie die Dienst- und Berufsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest bescheinigt werden. Die Erwerbsunfähigkeit wir nur selten festgestellt, so dass hier eine Menge von Gerichtsverfahren anhängig ist, um die Erwerbsunfähigkeit festzustellen.

In unserem Berufsunfähigkeits- und Versicherungslexikon finden Sie daher Erklärungen zu allen relevanten Begriffen alphabetisch geordnet zum Nachlesen und Verstehen. Aber auch in den Texten auf dieser Webseite sind die näher erläuterten Begriffe farblich unterlegt, so dass Sie direkt eine Erklärung erhalten, wenn Sie den Cursor darüber bewegen. Wir möchten so sicherstellen, dass Ihnen alle Fachbegriffe näher gebracht werden und Sie Details in Ruhe nachlesen und verstehen können. Sollten Sie noch auf Begriffe stoßen, die Ihnen erklärungswürdig erscheinen, geben Sie uns bitte ein kurzes Feedback und wir kümmern uns darum.

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